Tagsüber im Bar-Viertel von Pattaya. Der Choreograph übt mit seiner Tanzgruppe. Auch bei den sehr maskulin wirkenden Tänzern handelt es sich vermutlich um Homosexuelle.
Die gesellschaftliche Stellung von Homosexuellen und Transgender-Personen in Thailand ist ambivalent.
Es gab und gibt kaum offene, gewaltsame Homophobie oder religiös begründeten Hass. Und in den 1990er-Jahren erlebte Thailand den kommerziellen und medialen Durchbruch von ‚Ladyboys‘ (Kathoeys) im Tourismus- und Showsektor. Doch blieben Homosexuelle und Tansgender-Personen im Leben außerhalb des Showsektors und Nachtlebens durch systemische Diskriminierung beim Militärdienst, das Fehlen jeglicher Pass-Rechte und den Ausschluss vom regulären Arbeitsmarkt an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Auf privater Ebene wurde Homosexualität meist nicht offen gelebt, um ‚das Gesicht zu wahren‘.
Pattaya, Thailand, 1997
Daytime in Pattaya’s bar district. The choreographer is rehearsing with his dance troupe. Even the dancers who appear highly masculine are likely gay.
The social standing of gay and transgender people in Thailand is ambivalent.
There has been little to no overt, violent homophobia or religiously motivated hatred. In the 1990s, Thailand witnessed the commercial and media breakthrough of „ladyboys“ (kathoeys) in the tourism and entertainment sectors. Yet, outside of the entertainment and nightlife industries, gay and transgender individuals remained marginalized due to systemic discrimination—such as in military service, the lack of passport rights, and exclusion from the mainstream labor market. In private life, homosexuality was rarely lived openly, in order to „save face.“
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