Familiengeschichte(n)
Fotografien, die jahrzehntelang in Pappkartons und Fotoalben überdauert haben.
Es waren einige Überraschungen dabei.

Mein Großvater Dr. Willy Ernst Peters mit seiner Sprachtranskriptionsmaschine in Tartu 1928. Großvater betrieb psycholinguistische Forschungen und wollte aus der Analyse der Sprechmelodie amerikanischer Präsidenten den Nationalcharakter des amerikanischen Volkes ermitteln. Das ist ihm aber nicht überzeugend gelungen. Außerdem deutete er die Sterne. Nach dem Krieg schlug er sich als Sprachlehrer durch.
Ich habe ihn leider nie kennengelernt, da er zwei Jahre nach meiner Geburt starb.

Meine Tante Ise und ihr Lebensgefährte im Kreis von Gleichgesinnten. Ihr Lebensgefährte (links neben ihr) war später bei der Totenkopf SS und wurde 1942 von jugoslawischen Partisanen ermordet. Nach 1945 arbeitete die Tante für die britische Militärverwaltung.
Filmtipp: Unsere Mütter, unsere Väter. Ich könnte ergänzen: Unsere Onkels, unsere Tanten.

Mein Vater (ganz rechts) mit Bundeswirtschaftsminister Ludwig Ehrhard. Papa war Elektroingenieur und forschte in den 70er Jahren zur Gewinnung von Strom aus Bremsenergie. Damals war von E-Autos noch kaum die Rede. Hier – Mitte der 50er Jahre – wird dem Bundeswirtschaftsminister ein kleiner Generator präsentiert.

Mein Vater (mitte hinten) auf Dienstreise im Nahen Osten (Syrien und Libanon). Ich habe alte SW-Negative aus dem Familienerbe gescannt und dabei Aufnahmen von Moscheen, Minaretten und arabischen Städten gefunden. Erst als dieses Foto auftauchte wurde klar, wer da auf Reisen im arabischen Raum gewesen war und die Fotos aufgenommen hatte.

Ich als Zwerg und ein DKW 3=6.
Der DKW hatte einen Dreizylinder-Zweitaktmotor und die DKW-Werbung behauptete, dass Dreizylinder-Motoren so laufruhig seien wie Sechszylinder-Motoren.
Laufruhig war ich auch schon 🙂